
Aventinus studierte an den renommiertesten Hochschulen Europas in Paris, Krakau und Wien und lehrte dann als Privatdozent in Ingolstadt - Bayerns erster Universitätsstadt von internationalem Rang. Zu seinen Schülern gehörten nicht zuletzt die Söhne des bayerischen Herzogs. Hauptgegenstand seiner Lehre und Forschung war die Geschichte Bayerns und die antiken und christlichen Wurzeln des Landes. Mit dem großen Reformator Martin Luther stand er damals in engem Austausch und machte sich über die alte Kirche lustig, weil die sich den nötigen Neuerungen widersetzte. Das führte sogar zu seiner Inhaftierung. Daraufhin zog er sich mit seiner Frau in das lutherische Regensburg zurück, wo er auch seine letzten Lebensjahre verbrachte. Heute sind nach diesem Pionier weiß-blauer Geschichtsschreibung im Freistaat unzählige Einrichtungen, Plätze und Straßen benannt.
Schicksal oder nicht, jedenfalls hat mich mein Lebensweg nach gut zwei Jahren in Ingolstadt von der dortigen Kolpingsstraße wieder nach Regensburg geführt - in die: Thurmayerstraße. Von hier aus möchte ich mich nun gemeinsam mit meinen beiden Mitstreitern, Dr. Markus Schmalzl und Bernd Kohlmann, auf die Stiftung von Geschichts- und Demokratiebewusstsein konzentrieren. Denn seit seinem Erfolg 2022 erfreut sich unser Programm szenischer Lesungen unter dem Titel Helden der Demokratie großen Interesses. Möge uns Aventinus ein guter Pate sein!